Lotte in Weimar, Thomas Mann - Hörbuch, 13 CDs

Lotte in Weimar

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Produktinformationen

  • Autor: Thomas Mann
  • Sprecher: Gert Westphal
  • ISBN: 978-3-8291-1456-1
  • Verlag: Deutsche Grammophon
  • Erscheinungsdatum: 2004
  • Spieldauer: ca. 16 Stunden
  • Format: 13 CDs mit 14-seitigem Begleitheft
  • Gewicht: ca. 350 Gramm
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Thomas Mann, Lotte in Weimar - Ungekürzte Lesung von Gert Westphal, Hörbuch, 13 CDs

"Lustspielhaft setzt der Roman ein: mit der Ankunft einer distinguierten alten Dame, die den Gasthof der kleinen Residenzstadt, in dem sie absteigt, in begreifliche Aufruhr versetzt" (Thomas Mann). Die alte Dame ist niemand anders als die Hofrätin Charlotte Kestner, geborene Buff. Zunächst wird sie von dem kunstbeflissenen - herrlich sächselnden - Kellner Mager fassungslos bestaunt, steht er doch der berühmten Heldin des Werther-Romans leibhaftig gegenüber: die Dichtung scheint Wirklichkeit zu werden. Selbstverständlich trifft die Heldin schließlich auch Goethe - beim Mittagessen am Frauenplan. Ein nächtliches Gespräch zwischen ihm und Lotte, worin Traum und Wirklichkeit sich seltsam mischen und das "Spiel der Verwandlungen" von Gegenwart und Vergangenheit auf höchster Stufe noch einmal gespielt wird, beschließt den Roman." (Kindlers Literaturlexikon)

"Lotte Kestner, die ehemalige Lotte Buff, die Jugendgeliebte Goethes und unvergeßbar als die Lotte des Werther, kann der Versuchung nicht widerstehen, nach fünfzig Jahren, nach einem halben Jahrhundert Goethe, den Theseus ihrer Jugend, wiederzusehen. Ein Großmütterchen, reichlich delabriert von der Zeit und sonst weise geworden durch sie, begehr sie die süße Torheit, noch einmal das weiße Wertherkleidchen mit der rosa Schleife anzuziehen, um den ordensbesternten Geheimrat an die süße Torheit seiner Jugend zu erinnern.

Und er sieht sie, ein wenig geniert, ein wenig gestört, und sie sieht ihn, ein wenig enttäuscht und noch geheimnisvoll berührt von diesem etwas gespenstischen Wiedersehen und nach einem halben Jahrhundert. Das ist alles. Eine Fabel, groß wie ein Tautropfen, aber wie dieser ein Wunder an Farbe und Feuer, wenn angestrahlt vom oberen Licht." Stefan Zweig

Gesamtzeit 10 Stunden 56 Minuten 6 Sekunden

Gert Westphal

Katia Mann nannte Gert Westphal einst - nach einer alljährlich stattfindenden Lesung, am 6. Juni, anläßlich des Geburtstages Thomas Manns - "des Dichters oberster Mund". Hanjo Kesting beschreibt die Kunst und technische Meisterschaft Westphals mit den Worten: "Da ist zunächst die wohlklingende, modulationsreiche, nicht leicht ermüdbare Stimme, eine glänzende Atemtechnik, eine zugleich lebhafte und präzise Artikulation, da sind die souveränen Tempo- und Rollenwechsel und stets gutgesetzten Pausen, die kräftigen Dialektfarben und eine Charakterisierungsschärfe an der Grenze zur Karikatur-, schließlich ein untrügliches Gefühl für den Rhythmus und eine reiche dynamische Skala zwischen dem ruhigen Fluß des Epischen und dem belebten Brio szenisch-dramatischer Dialoge" Quelle: Hanjo Kesting, 'Des Dichters oberster Mund. Der Rezitatur Gert Westphal' in: Booklet zum Hörbuch 'Buddenbrooks'.

Gert Westphal stammte aus Dresden und erhielt dort eine Schauspielausbildung. Bald nach dem Krieg begann er beim Rundfunk seine Karriere als Hörspielregisseur und Vorleser, zunächst bei Radio Bremen, dann beim Südwestfunk. 1959 ging er als Ensemblemitglied zum Züricher Schauspielhaus. Er blieb aber auch weiterhin Vorleser, dessen Repertoire schier unübersehbar war. Seine Lieblingsautoren waren Johann Wolfgang von Goethe, Theodor Fontane und Thomas Mann. Gert Westphal starb am 10. November 2002

Thomas Mann

Der am 6.6.1875 in Lübeck geborene Patriziersohn gilt als der größte deutsche Romancier des 20. Jahrhunderts. In seinem Werk schlagen sich die vielfältigen kulturellen und geistigen Strömungen seiner Zeit mit ihren Wandlungen und Verwerfungen nieder. 1929 wurde er vor allem für seinen z.T. autobiografischen Roman -Die Buddenbrooks mit dem Nobelpreis geehrt. Nach Jahren im amerikanischen Exil, von wo aus er das NS-System bekämpft hatte, kehrte er 1952, von der Politik enttäuscht, nach Europa zurück und zog sich nach Kilchberg am Zürichsee zurück. Thomas Mann starb am 12.8.1955.

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